Honig-Erlöser in der Ukraine

  • Am 14. August feiern die Ukrainer  den Honig-Erlöser (Medowyj Spas). Es gibt einige Völkerbräuche und Vorzeichen. In der Ukraine nennt man den Honig-Erlöser als „Makowej“ (vom Wort „Mak“ – der Mohn).

     

    In der Ukraine ist dieses Fest mit der Rückbesinnung auf die Christianisierung der Kiewer Rus am 1. August 988 Jahr verbunden. In der „Sage der heiligen apostolischen großen Stiftkirche von Entschlafung“, die im Jahre 1627 geschrieben wurde, kann man so eine Erklärung für das Fest vom 14. August lesen: „Am Tage vom erwürdigen Kreuz kann es eine Prozession stattfinden zur Einsegnung vom Wasser und Erleuchterung von Menschen, in allen Städten und Dörfern“.

     

    Mit dem Honig-Erlöser ist der Anfang vom zweiwöchigen Entschlafungsfasten – Spasowka. Man glaubt, daß das Entschlafungsfasten ist echt hart und nur das Große Fasten ist härter. Aber wegen der reichen Fülle vom Essen und reifen Früchten gilt es als Leichtes. Das Entschlafungsfasten ist eine Erwähnung davon, daß der Sommer zum Ende ist, weil in der zweiten Hälfe August werden die Nächte länger und kälter.

     

    Am ersten Tag vom Fasten, am 14. August, buken die Frauen das Fastengebäck aus dem Weizenteig. Das Gebäck wurde mit dem Honig begossen, das mit dem gestoßenen Mohn gemischt war. Auch Makowik (der Mohnkuchen) wurde mit dem Honig und dem Mohn gekocht. Das ist ein sehr leckeres Gebäck.

     

    Zum Honig-Erlöser weiht man das süße Gebäck in der Kirche ein und isst beim Festtisch. Auch der Mohnkuchen wird geschenkt und bewirtet zu den Freunden und Verwandten.

     

    Die traditionelle Speisen zum Honig-Erlöser sind die Pfannkuchen mit dem Honig, Honigschnecken. Man trink gewöhnlich ein Alkoholgetränk „Medowucha“ oder Honigwein.

     

    Der zweite Name von Spas ist Makowej. Laut der Volksglauben wird der Mohn zu diesem Tag reif und man weiht ihn in der Kirche auch ein. Dieser Mohn wird für das Kochen benutzt. Die geheiligten Mohnkerne werden in den Ecken des Zimmers und bei der Schwelle gelegt, um das Haus vom bösen Blick zu schätzen.

     

    Auch man sammelt die Bouquete, die ein Schutzamulett sind. In der Ukraine nennt man solche Amulette „Makowejtschik“. Dieser Strauß besteht aus einigen Blumen- und Grassarten: Mohn, Schneeball, Sonnenblume, Goldblume, Dost, Minze, Honigklee, Haferähren, Beifuß. Der Blumenstrauß, der in der Kirche zum Honig-Erlöser eingeweiht wurde, wird zum Schutzamulett des Hauses und ein einzigartige Dekor.

     

    Es gibt eine Reihe von wichtigen Vorzeichen und Ritualien zum Honig-Erlöser in der Ukraine. Um glücklich und gesund das ganze Jahr zu sein, sollte man einen Löffel eingeweihten Honig essen und drei Schlucke Wasser aus dem Brunnen trinken. Die Volksglauben erzählen, daß gerade zu diesem Fest haben der Honig und das Wasser eine besondere Energetik.

     

    Mit dem Wasser sind noch einige interessante Volksglauben verbunden. Nach dem 14. August wird das Wasser kälter und man beobachtet die Algenwasserblüte, deswegen schwimmt man zum letzten mal in offenem Gewässer am Honig-Erlöser.

     

    Die Rosen blühen ab und es fällt  der kalte Tau am Honig-Erlöser. Es ist gut das Wasser in der Kirche am Honig-Erlöser einzuweihen, weil am nächsten Tag nach Makowej hat man eine gute Chance dieses Wasser für das große Reinmachen benutzen. Das hilft all die negative Energie abzuwaschen.

     

    In der Ukraine glaubt man, daß man am 14. August den ersten eingeweihten Löffel Honig essend, kann sich einen Wunsch ausdenken. Er sollte in Erfüllung gehen!

     

    Auch man sagt, daß alle Vergehen und Sünden werden der Frau am Honig-Erlöser  vergeben falls sie ihren Schutzengel darum bittet.

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